Die Chalets der Agroturista Villa Encanto sind komfortabel gestaltet und liegen in er natürlichen Umgebung. Zu der Ausstattung der Eco-Lodge gehören ein Fitnesscenter, Garten, Terrasse, ein Restaurant und kostenloses WLAN. Die Chalets verfügen über eine Klimaanlage, Terrasse mit Bergblick und einer Küchenzeile.
Anzahl Chalets: 6
02.04.2026
Leider ist die Zeit in dieser genialen Villa schon wieder vorbei und wir machten uns nach dem gemütlichen Frühstück wieder auf den Weg ins Landesinnere. Die Strecke bis nach Calobre beläuft sich auf 215 Kilometer, welche wie meistens durch eine sehr schöne Landschaft führte, natürlich auch wieder einen Teil auf der Panamericana. Die letzten Kilometer waren wieder etwas anspruchsvoller zu bewerkstelligen, viele tiefe Schlaglöcher, Abbruchkanten in der Asphaltstraße (wenn man es überhaupt Straße nennen kann). Aber auch das haben wir geschafft und kamen kurz nach 14 Uhr hier an.
Wie ihr auf den Bildern seht haben wir unterwegs noch Einkäufe getätigt. Eigentlich nur Getränke, das Wasser wurde knapp - selbstverständlich auch der Wein und das Bier. In San Francisco, echt jetzt… der Ort heisst wirklich so, fanden wir so einen mittelgroßen Supermarkt. Wasser in den Einkaufswagen, danach weiter zum Bier. Fehlanzeige „Prohibida la Venta“ stand auf einem Klebeband welches vor dem Bier befestigt war. Auf deutsch: Verkauf verboten. Hm, sehr komisch! Die Weinflaschen waren auch hinter einer Theke verbarrikadiert . Auf dem Weg zur Kasse, sahen wir noch eine sehr kleine Auswahl an Wein, immerhin zwei Sorten, im Regal stehen. Also rein in den Korb und gucken was an der Kasse passiert? Nix ist passiert, die wurden problemlos gescannt. Alla Hopp, aber verstehen muss man es net, Wein geht, Bier net. Als wir wieder im Auto saßen fiel uns ein, dass heute Gründonnerstag ist. Vielleicht ist das der Grund für Alkohol-Verbot? In der Ortschaft Calobre (kurz vor unserer Unterkunft) kamen wir nochmal ein einem Supermarkt vorbei, natürlich mussten wir da rein um das nochmal zu checken. Uuuund, da stand das Bier rum, sogar gekühltes gab’s. Vielleicht ist man in Calobre nicht so christlich gläubig wie in San Francisco? Egal, wir haben jetzt das was wir wollten, gut ist 😅.
Genug zum Thema Alkohol. Nun weiter zu der Unterkunft Encanto, welche sich als „Zufluchtsort des Lebens und Schönheit“ beschreibt. Das Gastgeber Ehepaar Karen und Ewart haben aus einem rein landwirtschaftlichen Hof in einem zerklüfteten und dicht bewaldeten Gelände einen Ort der Erholung und Ruhe geschaffen. Heute verfügt Encanto über Gewächshäuser, gemütliche Zimmer, einen künstlichen See, ein Bee House Restaurant, einen Hof mit eigenen Tieren und einer Seilrutsche. Unser Chalet ist sehr schön eingerichtet und hat einen Panoramablick auf die grüne und hügelige Natur. Ja, es gibt viele Pflanzen und Blumen und ein paar Tiere. Für heute Abend haben wir im Restaurant Bee House ein Essen bestellt. Es gibt nur drei Gerichte, deshalb sollte das vorher angemeldet werden. Haben uns für die Chickenwings entschieden. Was wir dann morgen unternehmen entscheiden wir bei Frühstück ganz spontan.
Faktencheck: Wusstest du, dass die Panama-Hüte gar nicht aus Panama kommen? Die berühmten Hüte stammen ursprünglich aus Ecuador, wurden aber durch US-Präsident Theodore Roosevelt während des Baus des Panamakanals populär.
03.04.2026
Heute Ausflug zum Vulkankratersee im La Yeguada National Park. Aber erst noch ein paar Zeilen zu gestern Abend: Als wir zum Abendessen ins Bee House gingen, saß schon der Besitzer Edward mit seinem Chef-Gärtner (der zwar Urlaub hatte) gemütlich mit zwei Balboa Bier am Tisch. Wir wurden gleich dazugesetzt und dann ging die Unterhaltung los. Sagen wir mal so, es war eine besondere Art der Unterhaltung… Gärtner nur spanisch, Edward und ich so ein bissele englisch, Markus war am 🤪 🙄 😆. Egal, scheinbar hat unser Anfänger Englisch so gut harmoniert, dass wir uns auf Anhieb verstanden haben. Gut… das Bier und mein Wein liesen die Aussprache noch gelöster klingen. Ich wollte von Edward wissen wie weit es zum La Yeguada Nationalpark ist und ob wir diese Strecken. mit unserem Zweirad Toyota schaffen können? Er antworte: „I drive you“ ! Good Idea, wäre das geklärt. Sag doch, wir haben uns verstanden. Wir sind eine ganze Weile bei ihm abgesackt aber haben abends im Dunkeln trotzdem noch das Chalet gefunden. 🤣
Nun zu heute morgen: Stellt euch mal vor, ein frisch gebrühter Kaffee aus der Tontasse, umgeben von der Frische der Pflanzen und Blumen, unter dem sanften natürlichen Licht im Gewächshaus. Das durften wir heute erleben. Da hat der Kaffee – welcher ja eh aus der Gegend kommt – noch besser geschmeckt. Hier wird das Frühstück im Gewächshaus serviert, was auch mal was besonderes ist. Nach dem Frühstück wartete bereits Kathrin auf uns, sie arbeitet des Öfteren hier und hat uns die Farm gezeigt. Erst mal landestypische Pflanzen und die Tiere welche auf der Farm wohnen. Kathrin ist auch für die Tage welche wir hier sind unsere „Betreuung“. Sie ist immer da, bringt Kaffee, fragt was wir essen wollen, ob es uns gut geht. Ein ganz liebes 21-jähriges Mädchen. Nach dem Farmrundgang kamen noch Edward und Karen (seine Frau) dazu, wir saßen noch eine halbe Stunde zusammen und erzählten. Mussten ja unseren Ausflug in den Nationalpark besprechen… und wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir um 13.30 Uhr - nach dem Fisch Mittagessen - losfahren. Karen meinte in zwei Stunden wären wir wieder da. Hm, abwarten!
Dann ging es los… Edward hatte seinen neongrünen „Gelände-Buggy“ bereits vorgefahren. Wir waren positiv überrascht, denn wir sind ja auch noch nie mit so einem Mobil gefahren, guckt ihn euch selber auf den Bildern an. Kathrin kam auch mit, sie ist ja für unser wohl zuständig 😃… und zum Übersetzen, sie kann beide Sprachen perfekt. Schon die erste Strecke, also jene welche wir gestern im Schneckentempo hochgegurkt sind, raste der Buggy runter wie nix. Klar, war es schaukelig auf den Sitzen, aber voll genial. Wir fuhren ca. 35 Minuten bis zum Parkeingang, auch diese Stecke mit vielen Schlaglöchern. Aber schon hier veränderte sich das Landschaftsbild radikal. Man könnte meinen das man sich nach Kanada gebeamt hat. Tannenbäume, Berge und das Wasser gaben dazu die perfekte Kulisse.
Noch eine ganz kurze Erläuterung zum diesem Park: Ein vulkanisches Schutzgebiet und das erste Waldreservat des Landes. Es wurde 1960 gegründet um das Einzugsgebiet des Flusses San Juan zu schützen um sauberes und reichlich Wasser für das Wasserkraftwerk bereitzustellen. Der Stausee, ein Überbleibsel eines ehemaligen Vulkankraters, hat eine maximale Tiefe von 6,5 Metern. Die genauen Angabe zu Länge und Breite des Sees variieren je nach Wasserstand, grob lässt sich ein Durchmesser von etwa 1,1 bis 1,2 Kilometer ableiten. Der Vulkan schläft zur Zeit, aber scheinbar gibt es auch warme Gesiere, aber ganz selten wohl. Wir haben den ganzen See umrundet und haben oft Foto- und Drohnenstopps eingelegt. Die zwei Stunden waren schon eine Weile überschritten, aber Edward fuhr noch da hin und dort hin. Da noch eine Pause, hier noch eine Brücke (ja über diese halb morsche geflickte Holzbrücke sind wir auch gefahren). Gut, uns hat’s gefallen. Es war ein fantastischer Ausflug und die beste, informativste und lustigste Erfahrung in diesem Urlaub. Um 17.45 Uhr kamen wir wieder zur Farm zurück. Also etwas mehr als vier Stunden waren wir unterwegs und als wir ins Haus kamen, wurde uns schon klar warum es Edward nicht sooo eilig hatte nach Hause zu kommen. Seine Schwiegermutter saß da 😂. Sie hat sich für vier Tage ihr bei ihrer Tochter über Ostern eingenistet 🤓.
So, jetzt ist gleich 19 Uhr, wir gehen vor ins Bee House, das Essen ist fertig. Hoffentlich schaffen wir es heute Abend noch alles einzustellen - bis ihr morgen früh die Augen aufmacht. Für morgen gibts noch eine Änderung, aber dazu morgen mehr, wir müssen los 😉.
Faktencheck: Wusstest du, dass es in Panama Giftfrösche gibt?
Pfeilgiftfrösche sind in Süd- und Mittelamerika verbreitet. Es gibt rund 200 Arten (alle zwischen 2 und 6 cm groß), wovon etwa die Hälfte knallig bunt und giftig ist. Ein einzelnes Exemplar der giftigsten Art (Phyllobates terribilis), hat genügend Gift, um - theoretisch - 10 Menschen zu töten.
