Radisson Panama

Panama Canal


06.04.2026 – 08.04.2026



Das Radisson Hotel Panama Canal liegt direkt an der Mündung des Panamakanals und bietet einen Außenpool, einen Whirlpool, ein Fitnessstudio und üppige Gärten. Die stilvollen, klimatisierten Zimmer bieten Blich auf den Kanal oder die Gärten.

 

Zimmer 254

06.04.2026 

So, schon wieder eine Etappe abgehakt und heute kommen wir schon zur letzten Unterkunft dieser Rundreise. Back to the City, heute sind wir wieder an unserem Ursprungsort Panama City. Wir hatten nur eine kurze Wegstrecke von ca. 30 Minuten. Wieder zurück über die große Brücke Puente de Las Americas (über die ich gleich nochmal schreiben muss) und kurz hinter der großen Brücke ist schon unser Hotel. Direkt vorm Radisson konnten wir unseren Toyota parken und gingen zur Rezeption. Wir wurden freundlich begrüßt und bekamen auch – wie gebucht – ein Zimmer mit direkten Kanal-Blick. Angeblich soll das Radisson Hotel die beste Unterkunft sein um die Schiffe zu beobachten, da es sich direkt am Kanal befindet. Ja, es ist eher eine einfachere Unterkunft gegenüber dem Westin von den letzten zwei Tagen, aber so sind wir direkt am Kanal. 

 

Wir sind dann erst mal zum Mittagessen gegangen, Restaurant mit Blick auf den Kanal 😊… und so wie es der Zufall so will, sind gerade dann, als wir den vollen Teller vor uns standen hatten, zwei große Containerschiffe vorbeigefahren (sogar der grüne Riesen-Kahn von Evergreen). Durch die Scheibe zu knipsen machte keinen Sinn, diese waren schwarz foliert. Egal, dachten wir, ist ja noch lange hell, da kommen bestimmt noch einige Schiffle vorbei. Ob wir nicht falsch gedacht hatten…? 

 

Denn plötzlichen sahen wir schwarze Rauchwolken durch die Fensterscheibe, welche sich immer näher zu uns heranzogen. Wir dachten erst da kommt so ein Abgas-Schleuder-Schiff, aber das war dann doch eine Nummer zu gewaltig an Rauch. Wir gingen raus um uns das genauer anzusehen. Immer wieder zogen neue rabenschwarze Wolken zu uns rüber und mittlerweile war die Americas-Brücke vor lauter Rauch kaum noch zu sehen. Mittlerweile hörte man auch die Sirenen der Feuerwehr und der Polizei. Markus ging schnell hoch ins Zimmer um die Drohne zu holen, so könnt ihr euch das „Ausmaß“ selbst anschauen. So wie es aussieht haben zwei Tanklaster und eine Halle unter der Brücke gebrannt, auch erkennt man noch Container welche verbrannt sind. Sogar das Brückengeländer brannte, demzufolge wurde die komplette Brücke für den Verkehr gesperrt. Nicht nur der Strassenverkehr, sondern auch der Schiffsverkehr darunter wurde eingestellt. Hoffen wir mal das keine Menschen zu schaden kamen, denn das ist nun erst mal wichtiger als Bilder von den Frachtschiffen zu machen. Wenn wir mehr erfahren, lassen wir es Euch morgen wissen. 

 

Faktencheck: Wusstest Du, dass 1928 der Abenteurer Richard Halliburton durch den Panamakanal geschwommen ist? Er zahlte 36 US-Cent – die niedrigste Gebühr, die je für eine Passage entrichtet wurde. 🏊‍♂️

 
 

07.04.2026 

Och nee, leider mussten wir schon wieder eine Planänderung vornehmen (diesmal auch die Letzte). Wir sind nämlich umgezogen, die letzten zwei Tage zum Abschluss unseres Urlaub hatten wir uns etwas anders vorgestellt. Kurze Begründung: sehr muffiger und schimmliger Geruch von der Klimaanlage, ständig tropft das Wasser raus, so feucht hier das die Fensterscheiben beschlagen sind. Die Möbel und die Zimmer extrem abgewohnt, die Internet Verbindung eine Katastrophe… unsere Haut ist am jucken (kleine Pickel und Rötungen), wir wollen ja keine Bettwanzen unterstellen, aber so kann es ja nicht sein. Vom Service und vom Frühstück wollen wir gar nicht anfangen, dass sprengt sonst den Rahmen…. und das als 5-Sterne Hotel ist nicht akzeptabel.  

 

Deshalb sind wir nun in ein Airport Hotel, das Riande Aeropuerto Tucamen umgezogen, auch keine “non-plus-Ultra- Unterkunft”, aber besser als das Radisson, alles vorhanden, sauber und die Nähe zum Flughafen passt auch ganz gut, da wir morgen früh kurz nach 8 Uhr am Flughafen sein müssen und es aufgrund des Brandes und Sperrung der Brücke wohl noch zu Einschränkungen kommen kann.

 

Noch ein Update von der gestrigen Explosion am Öltank Lager: Der Brand begann am Montag um ca. 16.12 Uhr Ortszeit in einem Tanklager im La Boca-Gebiet von Balboa, als ein Tankwagen beim Betanken explodierte. Der Brand breitete sich auf zwei weitere Tankwagen und Lagereinheiten aus. Eine Person (Fahrer des Tankwagens) wurde tot bestätigt, zwei Feuerwehrleute wurden mit Verbrennungen zweiten Grades verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Die Brücke bleibt geschlossen, um die Sicherheit zu gewährleisten, während spezialisierte technische Teams eine bauliche Integritätsprüfung durchführen. Was man noch alles erlebt am Ende unserer Rundreise? Keine drei Stunden vor der Explosion sind auch wir über die Brücke gefahren, die Entfernung zu unserem Hotel waren 500m. Noch etwas Aufregung vor dem Heimflug. Ach ja, Markus hat seine Drohnenaufnahmen einer panamaischen Nachrichtenagentur zur Verfügung gestellt. Nun werden wir die letzte Nacht verbringen und morgen wieder die lange Heimreise mit Zwischenstopp in Mexiko antreten.

 

https://newsroompanama.com/2026/04/06/the-bridge-of-the-americas-in-panama-is-closed-after-a-massive-explosion/

 

Abschluss Fazit: Wir hatten eine Panamareise ehrlich gesagt nie ganz oben auf unserer Liste. Klar, wir wussten vom Kanal, den man aus dem Flugzeugfenster manchmal erahnt und irgendwie hatten wir das Wort “Regenwald” im Kopf. Aber was uns wirklich erwartete? Panama hat uns zum einem  – mit seiner Ruhe, den EInwohnern und seiner Landschaft überrascht. Wir sind staunend am Panamakanal gestanden, haben Nebelwälder und Hochebenen gesehen, sind in Hängematten geschaukelt, die Fußzehen in den Sand gesteckt und beim Frühstück Kolibris beobachtet. Jeder Ort hatte etwas Besonderes für uns, so dass wir froh waren, an jedem von ihnen gewesen zu sein. Panama ist mehr als nur Stadt und Kanal. Was wir noch dem kleinem Bär und dem Tiger mitteilen wollen: Ja, in Panama riecht es nach Bananen, ab und zu… eher sehr selten. Leider riecht es (ziemlich oft) nach verbranntem Müll, an vielen Stellen sahen wir die giftigen Rauchwolken in die Höhe steigen. Auch auf der öffentlichen Deponie war die Müllverbrennung an der Tagesordnung. Es ist schade und wir wollen es nicht schön reden, aber Panama hat ein echtes Müllproblem. Trotzdem haben wir viele schöne Augenblicke erlebt und Einwohner kennen gelernt, werden noch öfters daran zurückdenken und sind froh auch dieses Land gesehen und kennengelernt zu haben. 

 

Adios, Panama 🇵🇦